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Die Kunstszene Italiens ist zwischen den beiden Weltkriegen äußerst komplex und durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Stimmen und Ansätzen geprägt. Einzelne Visionen interagieren mit Bewegungen und Strömungen, Eklektizismus und Rückkehr zur Ordnung, Avantgardismus und Tradition sowie Propagandakunst und ausgesprochen intimen Perspektiven.
1922 wurde die Novecento gegründet. Eine von der Kunstkritikerin Margherita Sarfatti unterstützte Gruppe, mit dem Wunsch zum „modernen Klassizismus“ zurückzukehren. Eine Idee, die in Sarfattis Mailänder Wohnzimmer von führenden Künstlern, Musikern, Schriftstellern und Politikern angeregt diskutiert wurde, darunter Anselmo Bucci, Leonardo Dudreville, Achille Funi, Gian Emilio Malerba, Piero Marussig, Ubaldo Oppi und Mario Sironi. Die Gruppe löste sich 1924 zwar auf, jedoch blieb die Grundidee der Gruppe bestehen und so entstand bald darauf die Novecento Italiano, eine noch größere und vielfältigere Gruppe, die Persönlichkeiten aufnahm, welche in ihren Absichten äußerst unterschiedlich waren.
Sironi verkörperte die Bewegung am stärksten, indem er von den großen europäischen Malern seiner Zeit lernte, eine rudimentärere Bildsprache annahm und die Idee vertrat, dass die Kunst eine öffentliche Funktion haben sollte. Dies fasste er mit fünf weiteren Künstlern, darunter Campigli und Funi, im Manifesto della pittura murale („Manifest der Wandmalerei“)von 1933 zusammen.
Das Novecento Italiano, das 1926 zum ersten Mal und 1929 in einer zweiten Ausgabe vorgestellt wurde, bildete einen weiten Rahmen, in dem verschiedene Tendenzen nebeneinander existierten. Morandi und Sironi, welche in gewisser Weise die entgegengesetzten Pole darstellten, synthetisierten miteinander: von einer eher intimeren Herangehensweise zu einer rigoroseren Propagandakunst. Wichtig waren zu dieser Zeit auch die Gruppe der Italiens de Paris(bestehend aus de Chirico, Savinio, de Pisis, Campigli und anderen italienischen Künstlern, die sich in den Pariser Salons aufhielten) und Carrà (in seiner eher archaischen Phase). Sarfatti identifizierte die Ablehnung der Avantgarde als den gemeinsamen Nenner dieser Persönlichkeiten.Der Begriff des Realismo Magico („Magischer Realismus“) taucht zum ersten Mal 1925 in einem Text von Franz Roh auf, um die malerischen Tendenzen deutscher und italienischer Künstler zu beschreiben, die in einer Rückkehr zu einer kalten und objektiven Figuration vereint sind. Dies führte zu einem Übermaß an Details in dieser unwirklichen, magischen und zeitlosen Vision.
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Carlo CarràL'Aia, 1928Oil on canvas / Olio su tela / Öl auf Leinwand28 1/8 x 36 1/4 in
71.5 x 92 cm -
Antonio DonghiFiori, 1935Oil on canvas / Olio su tela / Öl auf Leinwand19 3/4 x 15 3/4 in
50 x 40 cm -
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Achille Virgilio Socrate Funi, Visione di una città ideale Figure in uno sfondo architettonico con scultura, 1951Mehr Details -
Giorgio Morandi, Paesaggio, c.1925Mehr Details -
Afro Basaldella, Composizione verde, 1963Mehr Details -
Achille Virgilio Socrate Funi, Gruppo di tre figure maschili abbigliate da mercanti, 1951Mehr Details -
Achille Virgilio Socrate Funi, Visione di una Città ideale. Edifici, colonnati, tempio in costruzione, statua centrale, personaggi sulla piazza e porto sullo sfondo, 1951Mehr Details -
Giorgio de Chirico, Bosco silente, 1927Mehr Details -
Achille Virgilio Socrate Funi, Figura maschile abbigliata da mercante, 1951Mehr Details -
Max Ihlenfeld, known as Massimo Campigli, Casa / Maison / Composizione , 1959Mehr Details -
Achille Virgilio Socrate Funi, Visione di una Città ideale. Figure su fondale architettonico di ispirazione classica, 1951Mehr Details -
Giorgio Morandi, Paesaggio, 1925Mehr Details -
Giorgio de Chirico, Cavallo con drappo giallo, c.1950Mehr Details -
Giorgio de Chirico, Corazze e cocomeri, 1924Mehr Details -
Felice Casorati, Donna con manto o Ragazza seduta con coperta, 1935Mehr Details -
Achille Virgilio Socrate Funi, Visione di una città ideale. Porto con tempietto, palazzo, colonnati e figure., 1951Mehr Details -
Achille Virgilio Socrate Funi, Statua classica con panneggio, 1951Mehr Details -
Carlo Carrà, L'Aia, 1928Mehr Details -
Giorgio de Chirico, Ritorno al castello avito, 1970Mehr Details -
Giorgio de Chirico, Vaso di crisantemi, 1912Mehr Details -
Afro Basaldella, Ponte dei Pugni, 1975Mehr Details -
Giorgio de Chirico, L’ombra dei tulipani , 1971Mehr Details -
Antonio Donghi, Fiori, 1935Mehr Details -
Felice Casorati, Fiori, 1948Mehr Details -
Antonio Donghi, Donna Che Fuma, 1950Mehr Details -
Felice Casorati, Paesaggio La Casa, 1920Mehr Details -
Felice Casorati, Le sorelle Pontorno, 1937Mehr Details -
Renato Guttuso, Noci e bottiglia, 1966Mehr Details -
Antonio Donghi, L'ammaestratrice di cani, 1946Mehr Details -
Antonio Donghi, Paesaggio (Veduta di Città di Castello), 1946Mehr Details -
Renato Guttuso, Fumatore (Fumatore giallo), 1958Mehr Details -
Antonio Donghi, Ritratto di donna, 1944Mehr Details -
Renato Guttuso, Paesaggio romano (Villa Medici), 1946Mehr Details -
Renato Guttuso, Stufa a legna, 1948Mehr Details -
Ennio Morlotti, Paesaggio, 1955Mehr Details -
Renato Guttuso, Re di danari, c.1980Mehr Details -
Renato Guttuso, Tramonto a Velate, 1960Mehr Details
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