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Ornamente, Machtsymbole, magische Gegenstände, Amulette mit schützenden Eigenschaften: Schmuck und die unzähligen Nuancen seiner Bedeutungen führen uns durch eine Erzählung, die Staunen, Neugier und Bewunderung wecken kann – auch durch die Kunstgeschichte.
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Sebastiano Conca (attributed)Santa Cecilia, c.1700-50Oil on canvas / Olio su tela / Öl auf Leinwand18 7/8 x 15 in
48 x 38 cm -
Luca Giordano (attributed)Giovane donna, c.1650-1700Oil on canvas / Olio su tela / Öl auf Leinwand34 5/8 x 23 in
88 x 58.5 cm -
Giovanni Luteri, known as Dosso Dossi
Il risveglio di Venere, 1520 circaOil on canvas / Olio su tela / Öl auf Leinwand
46 1/2 x 61 in
118 x 155,5 cm -
In anderen nahezu zeitgleichen Werken hingegen finden wir eine Darstellung von Ornamenten, die wir heute fast als fotografisch bezeichnen würden, mit erstaunlichem Detailreichtum bei Ohrringen und Haarnadeln. So im Erwachen der Venus von Giovanni de Luteri, genannt Dosso Dossi: Der einzelne, reich verzierte Ohrring und die kunstvoll geflochtene Frisur vermitteln ein klares Bild der damaligen Mode. Die Venus wird in einigen Interpretationen mit Laura Dianti, der Geliebten von Alfonso I. d’Este, identifiziert – eine These, die durch den Lorbeerzweig, eine Anspielung auf ihren Namen, unterstützt wird und gut zum Liebesthema des Gemäldes passt.
Auch in Giovanni Francesco Barbieris Lucretia, genannt Guercino, finden wir den Ohrring als Lichtfänger wieder, ebenso wie eine kaum sichtbare Haarnadel in ihrer Frisur.
Haarschmuck war damals weit verbreitet, wie besonders deutlich in Giacomo Gimignanis Venus mit Adonis und Amor, in dem Venus’ Haar mit Perlen und weißen Bändern geschmückt ist.
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Edelsteine, Gold und Perlen waren also weit mehr als bloße Zierde: Besonders in Zeiten, in denen sie selten und schwer zugänglich waren, wurden sie zu wesentlichen erzählerischen Mitteln. Sie kommunizierten Reichtum, sozialen Rang und spirituelle Werte und hinterließen in Gemälden eine symbolische Spur, die bis heute weiterwirkt.







