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Biografie
Gustav Wunderlich (1882, Köln, Deutschland – 1945, Berlin, Deutschland)
Gustav Wunderwald war ein deutscher Maler, Bühnenbildner und ein bedeutender Vertreter der "Neue Sachlichkeit", der durch seinen überraschenden Tod 1945 zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Während seiner kurzen, aber intensiven künstlerischen Laufbahn entstanden Bilder, die sich einer direkten stilistischen Zuordnung entziehen.
Wunderwalds künstlerische Laufbahn begann in Köln, wo er bei dem Malermeister Wilhelm Kuhn Schüler war. Anschließend ging er ein Jahr als Kulissenmaler nach Gotha. 1899 bis 1900 arbeitete er für das Charlottenburger Atelier sowie für die Theatermalerei in Berlin und andere europäische Theaterhäuser, wie die Königliche Oper Stockholm oder das Stadttheater Innsbruck. Nach dem ersten Weltkrieg lässt sich Wunderwald endgültig in Berlin nieder, wo er ab 1919 als freier Maler tätig war.
Während des zweiten Weltkriegs stellte Wunderwald nicht mehr öffentlich aus und noch bevor er seine künstlerische Karriere nach dem Krieg wieder aufnehmen konnte, verstarb der Künstler an den Folgen einer Wasservergiftung im Juni 1945 in Berlin.
Seine Werke – insbesondere die Berliner Stadtansichten der 1920er Jahre – zeichnen sich durch eine nüchterne, atmosphärisch dichte Darstellung urbaner Räume aus.
In seiner „Hafenszene“ von 1924 zeigt sich Wunderwalds charakteristisches Bestreben, die Wirklichkeit in eine magisch-surreal anmutende, bisweilen fast naiv wirkende Bildwelt zu überführen. Die intensive, expressive Farbgestaltung verleiht dem Werk eine besondere Spannung. Auch kubistische Einflüsse lassen sich erkennen, doch werden sie von Wunderwald in eine unverkennbar persönliche Formensprache übersetzt.
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Kunstwerke

